Senkung des Energieverbrauchs und der Umweltbelastung durch Krematoriumsöfen: 5 wichtige Ansatzpunkte 

Die wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Krematoriums sind die Optimierung der Verbrennung, die Steuerung der Luftdurchsätze, die Temperaturregelung des Ofens, die Wärmerückgewinnung aus den Rauchgasen und die Modernisierung der elektrischen Anlagen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken, die Betriebskosten zu reduzieren und die Umweltauswirkungen der Einäscherung zu begrenzen.


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Angesichts steigender Energiekosten und der von vielen Kommunen festgelegten Dekarbonisierungsziele ist die Frage des Energieverbrauchs von Krematoriumsöfen sowohl für Krematoriumsbetreiber als auch für Anlagenhersteller zu einem strategischen Thema geworden.

Lange Zeit konzentrierten sich die Überlegungen hauptsächlich auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Reduzierung von Luftemissionen. Heute steht auch der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund. Durch die Senkung des Verbrauchs von Erdgas, Heizöl oder Strom lassen sich nicht nur die Betriebskosten senken, sondern auchdie Gesamtumweltbilanz des Standorts verbessern.

Viele Akteure der Branche glauben nach wie vor, dass die einzige Lösung darin besteht, ihren Kremationsofen komplett zu ersetzen oder in ein elektrisches Krematorium zu investieren. Dabei gibt es bereits zahlreiche technische Möglichkeiten, mit denen sich bei einer bestehenden Anlage erhebliche Einsparungen erzielen lassen. Eine bessere Steuerung der Verbrennung, eine präzisere Regelung der Hilfsaggregate, eine optimierte Temperaturregelung oder auch die Wärmerückgewinnung können dazu beitragen, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken und gleichzeitig die Prozessstabilität zu verbessern.

Wie lässt sich also der Energieverbrauch eines Kremationsofens senken und gleichzeitig seine Umweltbelastung verringern? Hier sind fünf besonders wirksame technische Maßnahmen, die in Betracht gezogen werden sollten.


1. Optimierung der Verbrennung durch Sauerstoff- und Gasanalyse 

Die Verbrennung bildet das Herzstück des Betriebs eines Kremationsofens. Sie bestimmt nicht nur direkt den Energiebedarf für eine Kremation, sondern auch die Qualität des Verfahrens, die Dauer der Zyklen und die Höhe der entstehenden Emissionen.

Bei vielen Anlagen ist ein schlecht geregelter Luftüberschuss einer der Hauptgründe für einen überhöhten Energieverbrauch. Um jegliches Risiko einer unvollständigen Verbrennung zu vermeiden, werden manche Öfen mit einer Luftzufuhr betrieben, die über dem tatsächlichen Bedarf liegt. Diese Vorgehensweise gewährleistet zwar die Sicherheit des Prozesses, führt jedoch auch zu einem erheblichen Energieverlust. Denn die überschüssige Luft muss erwärmt werden, was den Brennstoffverbrauch erhöht, ohne einen zusätzlichen Nutzen zu bringen.

Durch die kontinuierliche Sauerstoffanalyse lässt sich dieses Phänomen direkt beeinflussen. Durch die präzise Messung der O₂-Konzentration im Rauchgas ist es möglich, die Verbrennungsparameter in Echtzeit anzupassen, um das optimale Gleichgewicht zwischen Energieeffizienz und Verbrennungsqualität aufrechtzuerhalten.

Messtechnologien mit Zirkonium-Sonden eignen sich besonders gut für diese Art von Anwendung. Sie ermöglichen eine schnelle und zuverlässige Messung des Sauerstoffgehalts direkt in den Verbrennungsgasen. In Verbindung mit einem speziellen Regler tragen sie dazu bei, den Ofenbetrieb zu optimieren und unnötigen Verbrauch zu reduzieren.

Die Gasanalyse liefert zusätzliche Erkenntnisse über den Energiehaushalt des Ofens. Durch die Überwachung von Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Sauerstoff lassen sich Betriebsabweichungen erkennen, die Ofeneinstellung optimieren und das Energieverhalten des Ofens besser verstehen.

Dieser Ansatz wird in der Industrie häufig eingesetzt, um die Energieeffizienz von Verbrennungsprozessen zu verbessern. In der Bestattungsbranche ermöglicht er eine Senkung des Erdgas- oder Heizölverbrauchs bei gleichzeitiger Verbesserung der Stabilität der Einäscherungszyklen.

Moderne Einäscherungsanlagen folgen übrigens bereits diesem Prinzip. Einige Öfen sind mit Sauerstoffanalysatoren aus Zirkonoxid und automatischen Regelungssystemen ausgestattet, die die Verbrennungsparameter kontinuierlich anpassen, um optimale Betriebsbedingungen aufrechtzuerhalten. Die Gase werden so unter kontrollierten Temperatur- und Sauerstoffbedingungen gehalten, um eine vollständige Verbrennung zu gewährleisten.

Neben den Energieeinsparungen trägt diese Optimierung auch dazu bei, die CO- und NOx-Emissionen zu senken und somit die Umweltbilanz der Einäscherung zu verbessern.


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2. Senkung des Stromverbrauchs der Hilfsaggregate (Ventilatoren, Absaugventilatoren und Pumpen) durch den Einsatz von Frequenzumrichtern 

Wenn es um den Energieverbrauch eines Krematoriums geht, richtet sich die Aufmerksamkeit oft auf den Brenner oder den verwendeten Brennstoff. Ein erheblicher Teil des Energieverbrauchs entfällt jedoch auch auf die Nebenanlagen.

Verbrennungsventilatoren, Rauchabzugsventilatoren, Umwälzpumpen, Kühlsysteme oder auch Rauchgasreinigungsanlagen sind manchmal mehrere Stunden am Tag in Betrieb. Wenn diese Anlagen mit konstanter Drehzahl laufen, verbrauchen sie oft mehr Energie als nötig.

Das Prinzip von Frequenzumrichtern besteht darin, die Motordrehzahl ständig an den tatsächlichen Bedarf des Prozesses anzupassen. Anstatt stets mit voller Leistung zu laufen, passen Ventilatoren oder Pumpen ihre Drehzahl automatisch an den Bedarf an.

Dieser Ansatz ist besonders relevant bei Krematoriumsöfen, bei denen sich die Anforderungen im Laufe des Zyklus ständig ändern. Die Phasen des Vorheizens, der aktiven Verbrennung oder der Abkühlung erfordern nicht dieselben Luftdurchsätze und auch nicht dieselben Absaugleistungen.

Die erzielbaren Einsparungen können erheblich sein. In bestimmten industriellen Anwendungen stellt die Drehzahlregelung bei Ventilatoren und Pumpen einen der kosteneffizientesten Hebel zur Steigerung der Energieeffizienz dar.

Moderne Öfen nutzen diesen Ansatz bereits, um die Verbrennungs- und Zugsysteme präzise zu steuern. Insbesondere ermöglichen Ventilatoren mit Frequenzumrichterndie Anpassung der Luftdurchsätze und der Unterdruckbedingungen, die für einen reibungslosen Ablauf des Prozesses erforderlich sind.

Neben der Senkung der Stromkosten tragen die Frequenzumrichter auch zur Verbesserung der Prozessstabilität bei. Plötzliche Durchflussschwankungen werden begrenzt, die mechanischen Belastungen nehmen ab und die Lebensdauer der Anlagen kann verlängert werden.

Für Betreiber, die einen bestehenden Ofen modernisieren möchten, stellt der Einbau von Frequenzumrichtern oft eine relativ einfach umzusetzende Lösung dar, die sich schnell amortisiert.


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3. Stabilisierung der Erwärmung durch eine leistungsfähige Temperaturregelung 

Die Temperaturregelung ist ein grundlegender Bestandteil des Betriebs eines Kremationsofens.

Eine instabile Beheizung hat in der Regel mehrere negative Folgen: übermäßigen Brennstoffverbrauch, längere Zyklen, vorzeitigen Verschleiß der Anlagen und Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung optimaler Verbrennungsbedingungen.

Das Ziel einer effizienten Temperaturregelung besteht darin, die Temperatur so nah wie möglich am Sollwert zu halten und gleichzeitig unnötige Überhitzungen zu vermeiden. Jedes zusätzliche Grad bedeutet einen zusätzlichen Energieverbrauch, der nicht unbedingt einen Gewinn für den Prozess mit sich bringt.

Moderne Temperaturregler ermöglichen eine sehr feine Einstellung der an die Brenner oder Heizelemente abgegebenen Leistung. Dank fortschrittlicher Algorithmen antizipieren sie Temperaturschwankungen und begrenzen Temperaturschwankungen.

In Verbindung mit einer Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS) bieten diese Systeme einen umfassenden Überblick über den Betrieb des Ofens. Die Bediener können die Temperaturen überwachen, Verlaufsdaten einsehen, Abweichungen analysieren und die Parameter bei Bedarf anpassen.

Diese Überwachungsfunktion spielt eine wesentliche Rolle beider Energieoptimierung. Anhand der erfassten Daten lässt sich das Prozessverhalten besser nachvollziehen und es lassen sich Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren.

Moderne Steuerungssysteme können auch die Aufheizsequenzen automatisch steuern. Sie passen die Parameter an die Betriebsbedingungen an und optimieren den Energieverbrauch während des gesamten Zyklus.

In einigen modernen Öfen nutzt die Steuerungsautomatik die Daten zu Temperatur, Sauerstoffgehalt und Verbrennung, um den Prozess automatisch zu steuern und einen optimalen Betrieb aufrechtzuerhalten.

Dieser Ansatz trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und gleichzeitig die Wiederholbarkeit der Einäscherungen sowie die allgemeine Zuverlässigkeit der Anlage zu verbessern.


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4. Wärmeverluste begrenzen und die zurückgewonnene Wärme nutzen 

Die beste Energie ist oft die, die man nicht verbraucht.

In einem Krematoriumsofen geht ein erheblicher Teil der erzeugten Energie in Form von Wärme verloren. Die Reduzierung dieser Verluste ist ein direkter Hebel zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Die Qualität der Isolierung spielt hier eine entscheidende Rolle. Die beim Ofenbau verwendeten feuerfesten Materialien und Dämmstoffe wirken sich direkt auf den Wärmeverlust aus.

Die neuesten Anlagen verwenden Materialien mit hoher thermischer Leistungsfähigkeit, die mehr Wärmeenergie in der Ofenstruktur speichern können. Diese thermische Trägheit ermöglicht es insbesondere, den Energiebedarf beim Neustart und während der Vorheizphasen zu senken.

Einige fortschrittliche Konzepte versprechen dank einer Kombination aus leistungsstarken feuerfesten Materialien und speziellen Dämmstoffen eine Erhaltung von etwa 70 % der Restwärme bis zum Vorheizen am nächsten Tag.

Diese gespeicherte Energie trägt dazu bei, den Gesamtbrennstoffverbrauch zu senken und die Energieeffizienz des Ofens zu verbessern.

Die Wärmerückgewinnung stellt einen zweiten, besonders interessanten Ansatz dar. Die Verbrennungsgase verlassen den Ofen bei hohen Temperaturen. Vor ihrer Aufbereitung müssen sie gekühlt werden, damit die Filteranlagen funktionieren können.

Dieser Schritt kann zu einer energetischen Chance werden. Mithilfe von Wärmetauschern lässt sich ein Teil dieser Wärme zurückgewinnen und für die Raumheizung, die Warmwasserbereitung oder andere interne Zwecke nutzen.

Dieser Ansatz fügt sich nahtlos in die Strategien zur Dekarbonisierung ein, die derzeit von zahlreichen Kommunen umgesetzt werden. Er ermöglicht es,die Gesamtenergieeffizienz der Anlage zu verbessern, ohne den Einäscherungsprozess selbst zu verändern.

Bei bestimmten Projekten trägt die Wärmerückgewinnung zudem dazu bei, die CO₂-Bilanz des Krematoriums zu verbessern, indem sie den Energiebedarf des Gebäudes senkt.


5. Mit Elektroöfen und IGBT-Leistungsreglern die Zukunft gestalten 

Die Dekarbonisierung der Bestattungsbranche führt zwangsläufig dazu, dass man sich für elektrische Krematorien interessiert.

Diese Technologie stößt in vielen Ländern auf wachsendes Interesse, in denen die Ziele zur Reduzierung der CO₂-Emissionen immer ehrgeiziger werden. Die Elektrifizierung von Öfen ermöglicht es insbesondere, auf fossile Brennstoffe zu verzichten, wenn der verwendete Strom aus einem kohlenstoffarmen Energiemix stammt.

Die Leistung eines Elektroofens hängt jedoch in hohem Maße von der Qualität seines Steuerungssystems ab.

Entgegen einiger weit verbreiteter Annahmen führt der Ersatz von Gas durch Strom nicht automatisch zu einer Senkung des Energieverbrauchs. Eine präzise Temperaturregelung bleibt dabei unerlässlich.

Leistungsregler mit IGBT-Technologie spielen hier eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen eine präzise Steuerung der elektrischen Widerstände und die Anpassung der abgegebenen Leistung an den tatsächlichen Bedarf des Prozesses.

Diese Feinregelung verbessert die thermische Stabilität, begrenzt Überhitzungen und optimiert die Energienutzung. IGBT-Regler bieten zudem den Vorteil, elektrische Störungen und Oberschwingungen zu reduzieren , die die Qualität der Stromversorgung beeinträchtigen können.

Für die Hersteller von Krematoriumsöfen ebnen diese Technologien den Weg für schlankere und leistungsfähigere Konstruktionen. Für die Betreiber stellen sie eine vielversprechende Lösung im Rahmen einer langfristigen Energiewende dar.

Selbst wenn eine Umstellung auf Elektroantriebe kurzfristig nicht geplant ist, ermöglichen diese Technologien bereits jetzt, sich auf künftige Entwicklungen in der Branche vorzubereiten und den steigenden Anforderungen hinsichtlich der CO₂-Neutralität vorzugreifen.


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FAQ – Alles über den Energieverbrauch von Krematoriumsöfen

Wie lässt sich der Energieverbrauch eines Krematoriumsofens senken?

Die Optimierung der Verbrennung, Drehzahlregler, eine präzise Temperaturregelung und die Wärmerückgewinnung sind die wichtigsten Hebel.

In der Praxis sind die Verbrennungsluft- und Abgasventilatoren bedeutende Stromverbraucher: Sind sie mit einem Frequenzumrichter ausgestattet, können sie im Vergleich zum Betrieb mit fester Drehzahl Energieeinsparungen in der Größenordnung von 15 bis 40 % erzielen.

Die durch einen selbstadaptiven PID-Regler gesteuerte Temperaturregelung automatisiert das Temperaturmanagement in industriellen Prozessen und ermöglicht Energieeinsparungen, indem Temperaturschwankungen vermieden werden. Dies trägt zudem dazu bei, einen übermäßigen Energieverbrauch aufgrund von Sollwertüberschreitungen zu vermeiden.

Verbraucht eine Einäscherung viel Energie?

Ja. Eine Einäscherung erfordert etwa 900 kWh pro Zyklus, was dem monatlichen Verbrauch eines durchschnittlichen französischen Haushalts entspricht. Auf ein Jahr hochgerechnet entspricht dies einem Verbrauch von 475.000 bis 1.140.000 kWh.

Zum Vergleich: Eine Einäscherung dauert in der Regel zwischen 1,5 und 2 Stunden bei einer Temperatur von 850 bis 1.000 °C. In Frankreich nimmt die Zahl der Einäscherungen weiterhin um etwa 1 % pro Jahr zu, wodurch die Energieeffizienz dieser Anlagen zu einem immer wichtigeren gesellschaftlichen Thema wird.

Wie lässt sich die Umweltbilanz eines Krematoriums verbessern?

Eine im Oktober 2024 von OuiAct veröffentlichte Studie zeigt, dass bei einer Einäscherung durchschnittlich 649 kg CO₂ freigesetzt werden , wovon 23 % direkt auf die Verbrennungsenergie aus Erdgas zurückzuführen sind. Die Verbesserung der Verbrennung, die Reduzierung von Wärmeverlusten und die Rückgewinnung der Abgaswärme sind daher die wirksamsten Maßnahmen in diesem Bereich.

Strukturell gesehen ist der Übergang zur Elektroheizung in Verbindung mit CO₂-freien Energien der vielversprechendste Weg: Fuji Electric bietet Leistungsregler an, die speziell für die Elektrifizierung von Industrieöfen entwickelt wurden und eine präzise Steuerung der Heizleistung sowie erhebliche Einsparungen beim CO₂-Fußabdruck ermöglichen.

Kann man die Wärme eines Krematoriumsofens nutzen?

Ja, und konkrete Beispiele gibt es bereits seit mehreren Jahren. Eine teilweise Wärmerückgewinnung kann durch den Einbau eines Wärmetauschers im geschlossenen Kreislauf erfolgen, wodurch die Räumlichkeiten des Krematoriums beheizt werden können. Für eine vollständige Wärmerückgewinnung kann der Wärmetauscher an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Zu den möglichen Verwendungszwecken gehören die Beheizung der Krematoriumsgebäude, die Einspeisung in Fernwärmenetze sowie industrielle und landwirtschaftliche Anwendungen (Gewächshäuser).

In Stockholm versorgt das Krematorium in Racksta die städtischen Fernwärmenetze als zusätzliche Wärmequelle.
In Frankreich nutzen bereits mehrere Krematorien dieses Prinzip, um ihre Kapellen und Räumlichkeiten zu beheizen, und senken so ihren Gesamtenergieverbrauch.

Sind elektrische Krematorien eine zukunftsfähige Lösung?

Ja, und der Übergang ist in mehreren Ländern bereits im Gange. Durch Elektroheizung lässt sich die Abhängigkeit von fossilem Gas überwinden, das für den Großteil der direkten Emissionen des Prozesses verantwortlich ist. IGBT-Leistungsregler, wie die PWM-APR-Serie von Fuji Electric – die IGBTs als Schaltelemente mit einem Pulsweitenmodulationssystem (PWM) verwendet, um sinusförmige Ausgangsspannungen zu erzielen – gewährleisten eine sehr feine Regelung der an die Heizwiderstände abgegebenen Leistung, was die Temperaturgenauigkeit verbessert und Verbrauchsschwankungen reduziert.

Die SCR-Regler von Fuji Electric weisen ihrerseits einen Wirkungsgrad von bis zu 99,8 % auf und zeichnen sich durch eine hervorragende Steuerung des Stromflusses zu den Heizsystemen in Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen aus. In Kombination mit CO₂-freiem Strom ermöglichen diese Technologien den Bau von Krematorien mit sehr geringem CO₂-Fußabdruck, ganz im Sinne der Ziele zur Klimaneutralität bis 2050.


Ein ganzheitlicher Ansatz zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs von Krematoriumsöfen 

Der Energieverbrauch eines Kremationsofens hängt von zahlreichen Faktoren ab. Keine einzelne Anlage allein kann die Leistung eines Krematoriums grundlegend verändern.

Die besten Ergebnisse lassen sich in der Regel erzielen, wenn mehrere Maßnahmen kombiniert werden. Die Optimierung der Verbrennung, die intelligente Steuerung von Ventilatoren und Abluftventilatoren, die Temperaturregelung, die Reduzierung von Energieverlusten und die Wärmerückgewinnung ergänzen sich gegenseitig.

Dieser schrittweise Ansatz ermöglicht es oft,erhebliche Einsparungen zu erzielen, ohne die gesamte Anlage austauschen zu müssen. Er hilft den Betreibern zudem dabei, sich auf künftige Entwicklungen in der Branche vorzubereiten, insbesondere auf die Integration neuer Technologien im Bereich der Elektroheizung oder neuer Strategien zur Dekarbonisierung.

Über die bloße Senkung des Gas-, Heizöl- oder Stromverbrauchs hinaus tragen diese Maßnahmen dazu bei, die Umweltbilanz des Krematoriums zu verbessern, seinen CO₂-Fußabdruck zu verringern und die Nachhaltigkeit des Betriebs zu stärken.

Sowohl für Betreiber als auch für Hersteller von Krematoriumsöfen geht es nicht mehr nur darum, die Vorschriften einzuhalten. Es geht nun darum, den Energieverbrauch intelligent zu steuern, um einen leistungsfähigeren, wirtschaftlicheren und nachhaltigeren Prozess zu erreichen.