Drucksensoren sind Schlüsselkomponenten in Mess- und Kontrollsystemen kritischer Industrieanlagen, insbesondere im Nuklearbereich.
Sie sind direkt an der Überwachung der Betriebsparameter und an den Sicherheitssystemen beteiligt, tragen zur Verfügbarkeit der Anlagen bei und unterstützen die Entscheidungsfindung im Normalbetrieb, bei Zwischenfällen oder Unfällen.
In diesem Zusammenhang sind messtechnische Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit der Geräte und Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen von entscheidender Bedeutung.
Die analogen Drucksensoren von Fuji Electric haben die vom CNEPE verliehene RCC-E-Qualifikation (K3 und K3AD) erhalten.
Diese Qualifikation wird von allen internationalen Akteuren der Nuklearindustrie (z. B. EDF, Orano, Framatome, Westinghouse oder Rosatom) als Referenzstandard für Messgeräte anerkannt.
Diesen Artikel zusammenfassen mit :

EDF (Électricité de France) ist der historische Betreiber des französischen Stromnetzes und ein führender Industrieakteur im Energiebereich.
Das Unternehmen ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig, von der Erzeugung bis zum Betrieb und zur Wartung der Anlagen, insbesondere der französischen Kernkraftwerke.
Die Kernenergie macht laut den 2024 von RTE France, dem Betreiber des öffentlichen Stromübertragungsnetzes, veröffentlichten Daten etwa 67 % der in Frankreich erzeugten Elektrizität aus.
Diese Art der Stromerzeugung ist ein strukturierendes Element des nationalen Energiemix und ein wichtiger Hebel für die Kontinuität und Stabilität der Stromversorgung.
Der Betrieb von Kernkraftwerken unterliegt besonders strengen gesetzlichen Vorschriften.
Die eingesetzten Anlagen müssen den strengen technischen Anforderungen der EDF entsprechen, wie beispielsweise der RCC-E, um die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Systeme zu gewährleisten.


Die RCC-E ist ein technischer Referenzrahmen, der entwickelt wurde, um die Konzeption, Qualifizierung und Verwendung von elektrischen Ausrüstungen und Instrumenten für kerntechnische Anlagen zu regeln.
Sie ist Teil eines umfassenden Ansatzes, der darauf abzielt, ein hohes Maß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kontrolle der industriellen Risiken zu gewährleisten.
Die RCC-E-Qualifikation umfasst eine Reihe technischer und organisatorischer Anforderungen, die insbesondere Folgendes betreffen:
RCC-E-zertifizierte Geräte müssen nachweisen , dass sie unter rauen industriellen Bedingungen langfristig zuverlässig funktionieren.
Sie müssen ihre messtechnischen und funktionalen Eigenschaften trotz der besonderen Anforderungen der nuklearen Umgebung beibehalten.
die Konzeption und Dimensionierung der Anlagen
Herstellungsverfahren und -methoden
Qualifizierungs- und Verifizierungstests
die Erstellung der technischen Dokumentation
Rückverfolgbarkeit von Komponenten und Prozessen

Die im Rahmen der Qualifizierung durchgeführten Tests sollen nachweisen, dass die Ausrüstung gemäß den Anforderungen der RCC-E K3 in einer nuklearen Umgebung zuverlässig und sicher funktioniert.
Sie dienen dazu, die Aufrechterhaltung der funktionalen und messtechnischen Leistungsfähigkeit unter repräsentativen oder sogar verschlechterten Bedingungen des tatsächlichen Betriebs zu überprüfen.
Für die Qualifikationsstufe K3, die für sicherheitsrelevante Ausrüstungen gilt, müssen die Tests nachweisen, dass die Sensoren ihre wesentlichen Funktionen unter normalen, zufälligen oder unfallbedingten Bedingungen beibehalten.
Sie sind Teil eines umfassenden Ansatzes zur Rechtfertigung des Verhaltens der Ausrüstungen.

Je nach den geltenden Anforderungen können diese Prüfungen insbesondere Folgendes umfassen:
Alle diese Tests sind ein entscheidender Schritt für die Qualifizierung RCC-E K3.
Sie tragen direkt zum Nachweis der Sicherheit und zur Rechtfertigung des Einsatzes von Messgeräten in kerntechnischen Anlagen bei.
Für nukleare Messgeräte wie nukleare Drucksensoren ist die Qualifizierung RCC-E K3 eine grundlegende Voraussetzung.
Sie bescheinigt ihre Fähigkeit, kontinuierliche, präzise und zuverlässige Messungen zu liefern, die für die Überwachung der Prozesse und die Sicherheit von Kernkraftwerken unerlässlich sind.

Das CNEPE (Centre National d’Équipement de Production d’Électricité) ist die EDF-Behörde, die für die Qualifizierung von Ausrüstungen für Kernkraftwerke gemäß den Anforderungen des RCC-E-Referenzsystems zuständig ist.
Es wird vor der Inbetriebnahme tätig, um die technische, behördliche und dokumentarische Konformität der Materialien zu überprüfen.
Die vom CNEPE ausgestellte Qualifikation bescheinigt, dass die Drucksensoren von Fuji Electric die funktionalen, umweltbezogenen und behördlichen Anforderungen erfüllen.
Sie bestätigt ihre Eignung für einen sicheren, kontrollierten und dauerhaften Betrieb im nuklearen Umfeld.
Dieses Qualifizierungsverfahren ermöglicht es den Betreibern, die Auswahl der verwendeten Ausrüstung zu sichern.
Es trägt zur Beherrschung industrieller Risiken bei, indem es die Verwendung von nicht qualifizierten oder nicht konformen Materialien ausschließt.
Die Drucksensoren von Fuji Electric weisen technische Eigenschaften auf, die den Anforderungen nuklearer Anwendungen sowohl hinsichtlich der Messung als auch der Integration und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften entsprechen.

All diese Eigenschaften tragen dazu bei, die Zuverlässigkeit der Messungen, die Langlebigkeit der Geräte und ihre Konformität mit den gesetzlichen Anforderungen im Nuklearbereich zu gewährleisten.
Stabilität und messtechnische Genauigkeit
Normalisierte analoge Ausgangssignale
Robuste mechanische Konstruktion
Eignung für raue Umgebungen
Rückverfolgbarkeit und Dokumentation