HMI - Monitouch TS4070i - 7 Zoll
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Fordern Sie ein Angebot anIn Industrielabors reicht die Gasdetektion allein nicht mehr aus: Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen die Daten auch effizient ausgewertet werden. Angesichts gesetzlicher Anforderungen, einer Vielzahl von Gasen und komplexer Anlagen benötigen die Teams eine übersichtliche, zentralisierte und rückverfolgbare Überwachung. Die TS4000-Bedienoberfläche von Fuji Electric erfüllt diese Anforderungen, indem sie einen umfassenden Echtzeit-Überblick über Gasrisiken bietet und so die Entscheidungsfindung, die Einhaltung von HSE-Vorschriften und den Schutz der Bediener erleichtert.

In Laboren werden eine Vielzahl von Gasen und Dämpfen verwendet oder gelagert, die erhebliche Risiken für Personen, Geräte und den Betriebsfortbestand darstellen können. Dazu gehören insbesondere Ammoniak (NH₃), Wasserstoff (H₂), Sauerstoff (O₂), Wasserstoffperoxid (H₂O₂), Argon (Ar), Butan (C₄H₁₀), flüchtige organische Verbindungen (VOC) sowie Schwefeldioxid (SO₂).
Diese Gase müssen hinsichtlich verschiedener Risikogruppen analysiert werden. Giftige Gase wie SO₂, NH₃ oder H₂O₂ können das Personal gefährlichen Konzentrationen aussetzen. Entzündliche Gase wie Wasserstoff oder Butan stellen eine Explosionsgefahr dar, wenn die Konzentrationen sich der UEG nähern. Erstickende Gase wie Argon oder CO₂ können zu einem Sauerstoffmangel führen, der ohne instrumentelle Detektion manchmal schwer wahrnehmbar ist.
Auch die stationäre Gasdetektion unterliegt einem klar definierten normativen Rahmen. Zu den wichtigsten Normen zählen die Norm EN 45544 für giftige Gase, die Norm EN 50104 für die Sauerstoffdetektion und die Norm EN 60079-29-1 für brennbare Gase. Je nach Zoneneinteilung, Zündquellen, Belüftung oder dem Vorhandensein brennbarer Gase können bei der Auswahl der Geräte und den Installationsvorschriften zusätzlich ATEX-Auflagen hinzukommen.
In diesem Zusammenhang reicht die Leistungsfähigkeit der Erkennung allein nicht aus. Die Labore müssen zudem anhand von zeitgestempelten Verlaufsdaten, Alarmprotokollen, Quittierungsnachweisen und Aufzeichnungen zu Tests oder Kalibrierungen nachweisen können, dass sie das Risiko unter Kontrolle haben. Diese Rückverfolgbarkeit erleichtert HSE-Audits, die Einhaltung von Dokumentationsvorschriften und die kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsverfahren.

In vielen Labors sind die Gaswarngeräte zwar ordnungsgemäß installiert, doch der tägliche Betrieb des Systems bleibt komplex. Die Informationen können auf die Warngeräte, eine oder mehrere Zentralen, lokale Bildschirme und entfernte Überwachungsstationen verteilt sein. Im Alarmfall verlangsamt diese Fragmentierung die Lagebeurteilung und kann die Entscheidungsfindung verzögern.
Die erste Herausforderung betrifft daher die sofortige Erkennbarkeit kritischer Informationen. Wenn ein Alarm ausgelöst wird, müssen die Teams schnell den betroffenen Bereich, das erkannte Gas, die Alarmstufe, die Konzentrationsentwicklung und eventuelle damit verbundene Fehler identifizieren. Ohne eine übersichtliche Benutzeroberfläche muss die Analyse anhand mehrerer Anzeigen erfolgen, was das Risiko von Fehlern oder Zeitverlust erhöht.
Die zweite Herausforderung besteht darin, sich einen umfassenden Überblick über die Situation zu verschaffen. Ein HSE-Beauftragter oder Techniker muss wissen können, ob eine Belüftung aktiviert wurde, ob eine Regelungsfunktion aktiv ist, ob ein Alarm quittiert wurde oder ob ein Sensorfehler vorliegt. Ohne einen einheitlichen Überblick nach Bereich, Gas und Status wird es schwieriger, den Verlauf eines Vorfalls zu verfolgen und Sicherheitsmaßnahmen zu koordinieren.
Schließlich beruht die Gassicherheit aufNachvollziehbarkeit und Wiederholbarkeit. Kontroll-, Einstell- und Kalibrierungsvorgänge mit Referenzgas sind unverzichtbar. Wenn die Protokollierung begrenzt oder nur schwer zugänglich ist, werden Inspektionen, interne Audits und Wartungsarbeiten zeitaufwändiger, kostspieliger und schwieriger zu dokumentieren.

Die Lösung basiert auf einer Architektur, die Gasdetektoren, die möglichst nahe an den Risikobereichen – Lagerräume, Abzüge, belüftete Schränke, Technikräume – installiert sind, mit einer DALEMANS-Zentrale und der Mensch-Maschine-Schnittstelle TS4000 von Fuji Electric verbindet. Jeder Detektor misst kontinuierlich die Konzentration des Zielgases und übermittelt seine Daten an die Zentrale. Diese zentralisiert die Messwerte, verwaltet die Alarmschwellen, meldet Störungen und liefert die für die Steuerung der Sicherheitsmaßnahmen erforderlichen Statusmeldungen.
In Verbindung mit dieser Architektur wird die Benutzeroberfläche TS4000 zur zentralen Anzeigeeinheit des Labor-Gaswarnsystems. Sie fasst Messwerte, Alarme und Störungen in übersichtlichen Ansichten zusammen, die nach Zone, Gas und Alarmstufe gegliedert sind. Diese Zentralisierung ermöglicht es den Teams, die Analyse zu beschleunigen, Einsätze besser zu priorisieren und Entscheidungen schneller zu treffen.
Der industrielle Touchscreen ermöglicht zudem die Protokollierung von Werten und Ereignissen: Alarme, Störungen, Quittierungen, Messungen und Betriebsvorgänge. Die Zeitstempelung der Daten erleichtert die Nachverfolgung, die Wartung, HSE-Audits und die Vorlage von Nachweisen im Falle einer Inspektion.Die Anzeige kann individuell an die Anforderungen des Labors angepasst werden: Übersichten, Zusammenfassungen, Trends, Hilfemeldungen oder Bildschirme für bestimmte Gase oder sensible Bereiche. Die Daten können auch per Fernzugriff über Modbus TCP abgerufen oder übertragen werden, um sie in ein Überwachungssystem, ein Gebäudeleitsystem oder ein Drittsystem zu integrieren, ohne dass zusätzliche Schnittstellen erforderlich sind.




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